So, dann möchte ich auch mal einen Erfahrungsbericht zum Jolla-Phone schreiben.
Wen es nicht interessiert, der möge es nicht lesen, bzw. falls es hier vollkommen falsch ist, bitte ich das einfach zu löschen.
Mit dem Jolla hatte ich schon lange ein wenig geliebäugelt, einfach weil mir die Idee gefällt und man sich ja auch Neuem mal öffnen sollte. Wobei das Konzept wohl so neu nicht ist – mit einem vollständig mit Touchgesten gesteuerten Phone hatte Nokia angeblich schon 2005 experimentiert (also lange vor jedem iPhone) allerdings hat man das Konzept nicht konsequent genug verfolgt, sondern sich stattdessen Symbian und – später dann – Windows Phone zugewandt. Jedenfalls trug die ganze Bewegung nicht wirklich Früchte und gipfelte im zuvor ersten und einzigen Phone mit diesem Konzept - dem Nokia N9 - mit dem MeeGo-OS, einem Gerät, das ich aber nur einmal kurz gesehen habe, daher dazu nicht wirklich eine Aussage machen kann. Zumindest wurde das OS von Nokia kurz darauf eingestampft; man wollte eine andere Entwicklung forcieren – mit dem uns bekannten Ausgang. Es gibt wüste Auseinandersetzungen über das, was gewesen wäre, wenn Nokia den Focus in der Entwicklung anders gesetzt hätte, doch alles sind Spekulationen und nicht beweisbar. Tatsache ist aber, dass auch einige damals mit dem Projekt betraute Mitarbeiter von Nokia mit der Entscheidung, das System nicht mehr weiterzuentwickeln nicht einverstanden waren und das Unternehmen verließen. Sie gründetet in der Folge Jolla - wie Nokia auch ein finnisches Unternehmen. Das Gerät gibt es soweit ich weiß auch nicht im freien Handel zu kaufen, sondern nur über den Jolla-Onlineshop (https://jolla.com/)
Der ganze NSA-Abhörskandal hat doch mWn nur ergeben, dass man sich dem – trotz aller Vorsicht – nicht entziehen kann, weil alle Daten über Nordamerika laufen, egal ob jetzt Google, Microsoft, Apple, BlackBerry, usw. Hier aber ist ein unabhängiges Start Up, mit eigenen Ideen und losgelöst von allen mit europäischem Datenschutzrecht und ohne Patriot-Act, das ich gerne auch persönlich fördern wollte. Jetzt sind die Preise von ursprünglich über 400€ auf ca. 200€ gefallen, so dass ich diese Idee in die Tat umsetzten wollte.
Gut, jetzt aber zum eigentlichen Teil, aber aufgeteilt in das Jolla-Phone an sich und an das darauf laufende Sailfish-OS.
Das Jolla:
Also, zuerst zum Phone an sich. Zunächst mal, wer befürchtet dass es billig aussieht oder verarbeitet ist (weil Jolla ja auch nicht viel Geld hat), den kann ich gleich beruhigen – das ist es nicht. Jolla lässt zwar auch in Asien produzieren, aber es hat einen Metallrahmen, der untere Teil ist aus Kunststoff, die Rückseite („The Other Half“) aus Polycarbonat. Jolla hat das Gerät bei einem finnischen Designstudio entwerfen lassen, das auch für Nokia schon aktiv war – und das merkt man auch. Vom Design erinnert es ziemlich an die Nokia-Geräte und ist skandinavisch schlicht und kantig gehalten. Die Vorderseite und der Rahmen sind komplett schwarz, es ist auch außer einem kleinen „Jolla“-Schriftzug oben am Rahmen und einem hinten auf der Rückseite (in der jeweiligen Farbe) kein Hinweis auf den Hersteller zu finden. Ein Understatement, dass mir durchaus gefällt. Das Gerät ist ziemlich „griffig“, liegt gut in der Hand und hat einen angenehmen Schwerpunkt. Es lässt sich gut mit einer Hand bedienen, auch wenn manch einer schon Probleme haben könnte alle Punkte auf dem Display mit dem Daumen zu erreichen. Dennoch wird man damit keine Blicke nach der Art "was-ist-denn-das?" ernten, wie z.B. mit dem Passport.
Oben ist der USB-Ladeanschluss, ein 2tes Mikrofon und der Kopfhöreranschluss, rechts sind 2 Buttons (Hauptschalter und Lautstärkewippe) - immerhin aus Metall - unten sind der Lautsprecher und das Mikrofon (obwohl es aussieht als wären es 2 Lautsprecher, ist es nur einer), links ist nichts im Gehäuse, hinten ist nur die Kameralinse und der Kamerablitz, vorne der Touchscreen, Hörmuschel, Frontkamera und jede Menge Sensoren – soweit also nichts Ungewöhnliches.
An dem Design und der Verarbeitung habe ich eigl. nichts auszusetzen. Lediglich die beiden Schalter an der Seite haben bei mir etwas Spiel und man hört sie „klacken“, wenn man das Gerät schüttelt. Den USB-Anschluss oben am Gerät anzubringen finde ich – gelinde gesagt – unglücklich. Vor allem, wenn man im Auto den Zugang zur Steckdose legen muss.
Die Hardware des Gerätes kann man auch nur bestenfalls als durchschnittlich bezeichnen. Nicht super modern, aber auch keinesfalls total veraltet. Zweikernprozessor, 1,4 GHz, 1GB RAM, 16 GB Flashspeicher + SD-Erweiterung, 4,5“-Display, Auflösung 960 x 540 Pixel, 8 MP-Kamera hinten, 2 MP vorne, mit FHD-Videoaufnahme hinten, HD vorne. WLAN ist „nur“ in b/g/n-Bändern verfügbar, auch nicht in den neuen 5-GHz-Frequenzen, dafür aber BT 4.0 und LTE in 3 Frequenzen. Unten ist auf der Vorderseite eine kleine Benachrichtigung-LED, die in verschiedenen Farben blinken kann. Ein UKW-Radio ist nicht vorhanden. Der austauschbare Akku hat 2.100 mAh und hat wirklich exzellente Laufzeiten (aktuell sogar länger als bei meinem Passport). Das Display ist nicht wirklich gut, man ist unterhalb der Grenze von 300 ppi, man sieht des öfteren Treppchen oder Pixel und z.B. pdf's und kleine Schriften lassen sich nicht ohne einzoomen lesen. Die Empfangs- u. Sprachqualität war aber soweit ich es testen konnte immer gut bis sehr gut. NFC ist vorhanden, wenn auch nur eingeschränkt in Zusammenhang mit „The Other Half“ - dazu später mehr.
Aber hier kommt es ja immer auf das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software an, bzw. wie alles aufeinander abgestimmt ist und um Sailfish 1.2 anzutreiben reicht es locker, trotz vergleichbar altmodischer Hardware (okay, fast dieselbe wie beim iPhone 6, aber trotzdem ;-)).
Sailfisch OS (https://sailfishos.org)
Zum OS selbst ist nur zu sagen, dass es ziemlich neu ist, erfrischend und auch in vielen Dingen so ist wie BB10. Es gibt 3 Bildschirme: Sperrbildschirm, Taskmanager und App-Drawer, wo die ganzen Apps angeordnet sind. Die 3 Bildschirme lassen sich von oben nach unten durch scrollen. Durch einen Wisch von oben nach unten wird entweder die aktuell laufende App geschlossen oder der Bildschirm gesperrt. Doppeltippen auf den Screen weckt diesen auf, die beiden Knöpfe in der rechten Flanke brauche ich eigl. gar nicht.
Vom Sperrbildschirm aus erreiche ich durch einen kurzen Wisch 3 frei definierbare Apps, auf die ich so schnell zugreifen kann (sozusagen ein Schnellstartmenü).
Ein Wisch von links oder rechts in die Mitte minimiert die aktuell laufende App und postiert sie im Taskmanager, wo – wie bei BB10 – die laufenden Apps „geparkt“ werden können, bis man sie dann schließt oder wieder öffnet. Dort können max. 9 Apps gleichzeitig geöffnet laufen, bis das System eine schließt um wieder freie Kapazitäten zu schaffen. Auf den minimierten Apps werden akt. Infos angezeigt, ziemlich genauso wie auf den minimierten Apps bei BB, also im Kalender der nächste Termin, bei Nachrichten die letzte Nachricht, bei Notizen die akt. Notiz, etc.
Die Apps lassen sich auch in der Anordnung verändern, bzw. in Ordnern gruppieren.
Ein Wisch von unten nach oben öffnet (von überall und von jeder Anwendung heraus) ein Nachrichten-Center (ziemlich analog zum BB-Hub, nur nicht so gut und umfangreich). Dort werden Emails angezeigt, sowie Facebook- und Twitternachrichten, Infos zu Updates und SMSen. Was dort nicht verlinkt ist, ist z.B. der Kalender (eine Funktion, auf die ich seit BB eigl. nicht mehr verzichten will) und mit WA funktioniert es meiner Beobachtung nach auch nicht immer (ich muss dann immer die WA-App öffnen, um zu gucken ob mir jemand geschrieben hat - nervig). Wie auch immer, es ist zwar nicht der BB-Hub, aber es ist ein guter Ansatz in diese Richtung. Immerhin ist hier auch die Wetter-App verlinkt; bei einem Blick in den "Hub" bekomme ich akt. Wetterinfos... nunja.
In den Apps sind oben manchmal links u. rechts weiße Punkte, dort lässt sich durch verschiedene „Seiten“ der App scrollen, aber auch nicht immer. Das Konzept ist nicht überall strikt durchgesetzt.
Das Einstellungsmenü ist ziemlich spartanisch, lässt sich aber mit Shortcuts erweitern. Auch die Telfon-App ist spartanisch aber funktionell. Bei der Karten-Anwendung hat man sich auch bei Nokia bedient und nutzt Here-Maps. Satellitenfix erfolgt recht schnell und ziemlich genau, auch kann man sich interessante Punkte in der Umgebung anzeigen lassen, Fußgängernavigation und Infos für die Öffentlichen sind standardmäßig enthalten. Überhaupt ein weiterer Kritikpunkt: es wird schnell unübersichtlich. Alle Bilder, ganz egal ob aus der Kamera, oder per Download landen in der Galerie, genau wie die Videos. Alle Dateien aus fremden Quellen (ganz egal ob per Webdownload, per Mail, WA oder Bluetooth reingekommen landen bei Dokumente). Mit vielen Daten, werden die Galerie und der Medienplayer schnell unübersichtlich. Die Kamera ist bei mir ein Anlass zu Kritik. Die Einstellungen sind mager, die Bilder sind grundsätzlich scharf, aber zu dunkel, der Autofocus lässt sich nicht auf eine andere Position setzen (oder ich habe die Einstellung dazu noch nicht gefunden).
Auch bekomme ich Kalender-Benachrichtigungen nur, wenn grad die Kalender-App minimiert im Hintergrund läuft. Allerdings umfasst die Email-App alle Konten gleichzeitig und führt auch mehrere Konten in einer Zentrale zusammen.
Das System ist aber insgesamt noch ziemlich neu und das merkt man auch. Der App-Store (hier Jolla-Harbour genannt) ist sehr limitiert und chaotisch. Es fehlt an vielem, vieles funktioniert „noch“ nicht. Dem Appmangel ist man auch hier dadurch entgegen getreten, dass sich auch hier Android-Apps installieren lassen, die in einer virtuellen Maschine laufen. Man kann von Anfang an auf den russischen Yandex-Store und Apptoid zugreifen, aber auch der Amazon-Store lässt sich installieren. Bei Android-Apps ist es auch ziemlich ähnlich wie bei BB, nur dass die hier aufgrund der limitierten Hardware mitunter noch zäher laufen. Viele Apps laufen gar nicht, oder crashen einfach so. Die, die die Google-Play-Dienste brauchen, lassen sich gar nicht installieren. Ich konnte zwar auch die Play Dienste installieren, die Apps starten aber trotzdem nicht. Im Internet gibt es zwar genug Anleitungen, wie man das doch hin bekommt, aber an solch tiefe Eingriffe am OS traue ich mich nicht. Auch durchdringt Android nat. das „normale“ Bedienkonzept des OS, also die normalen Wisch-Gesten funktionieren da gar nicht oder nur eingeschränkt.
Man muss beim Einrichten ein Jolla-Konto einrichten, aber nur zwecks Zugang zum Harbour. Man möchte keine Kontodaten, oder weiteren Informationen haben. Überhaupt waren beim ersten Einschalten nur sehr sehr wenige Apps installiert (nur 5 oder 6), Jolla hat aber die Installation weiterer Apps im Zuge der Ersteinrichtung gleich empfohlen. Wenn auch das Bedienkonzept noch nicht immer und überall strikt durchgesetzt wird, hat man es schnell verinnerlicht und kommt damit gut zurecht. Synchronisation mit Google hat aber ohne Probleme funktioniert. Ich habe meine Kontakte und den Kalender; auch die Emailkonten konnte ich alle einrichten und sie funktionieren bis heute ohne Probleme. Die virtuelle Tastatur ist sehr gut, die Buchstaben sind gut zu treffen. Ich habe das Gerät erst wenige Wochen aber mir wurde gesagt, dass sehr viel schon mit Updates gemacht wurde. Am System wird also weiterhin fleissig gearbeitet, seit ich das Gerät habe gab es z.B. schon 2 Updates. Lediglich der Lagesensor reagiert zuweilen etwas übersensibel und schaltet schon bei kleinsten Bewegungen ins Querformat um.
Mir war es aber z.B. auch nicht möglich, mehrere Emails gleichzeitig als gelesen zu markieren. Oder Fotos vom internen Speicher auf die SD-Karte zu verschieben. Ich kann im integrierten Dateimanager das Foto suchen und auch auf die Karte kopieren/verschieben; ich kann auch mehrere/alle Bilder/Mails gleichzeitig markieren, aber ich finde keine „alle verschieben“ oder "alle als gelesen markieren" Einstellung. Vllt. bin ich dazu tatsächlich zu blöd, aber so wie es ist, müsste ich jedes Bild einzeln auf die Speicherkarte verschieben, oder jede Mail einzeln markieren -.-. Also ein paar Unzulänglichkeiten sind systemseitig da durchaus vorhanden.
The Other Half:
Interessant am Gerät auch das Konzept der „Other Half“, der Rückseite des Gerätes. Wechselbare Cover in verschiedenen Farben sind zwar auch nichts Neues, aber hier erweitern diese die Funktionen des Gerätes. So wird z.B. beim Anlegen einer neuen Rückseite (was sich wirklich schnell und unkompliziert machen lässt) nicht nur das Thema und die gesamte Farbgebung des Gerätes (Jolla nennt das Ambiente), sondern auch noch z.B. der Klingelton. Jede Rückseite lässt sich wie ein Tonprofil programmieren und mit verschiedenen Hintergrundbildern, Farbmotiven und Klingeltönen festlegen. So ist z.B. denkbar, dass ich eine Rückseite für „Dienst“ und eine für „Privat“ habe, die dann auch dienstliche Emails und Anrufe gar nicht mehr durchlässt. Die „Other Half“ steht per NFC und durch spezielle Kontakte mit dem Rest des Gerätes in Kontakt, daher lässt sie sich mit Funktionen belegen. Jolla hat ein Entwicklertool online mit dem man selbst Funktionen programmieren kann und – wenn man einen 3D-Drucker hat – dann auch selbst Rückseiten ausdrucken lassen. Jolla sagt, dass die Funktionen, die dadurch eröffnet werden „nur durch die Fantasie“ Grenzen gesetzt sind. Nun, das glaube ich so nicht, meine Fantasie lässt eine ganze Menge zu, aber in der Community ist einiges geschehen, es gibt angeblich sogar Bluetooth-Tastaturen, die sich per „Other Half“ anbinden lassen. Nachteil davon ist, dass NFC ständig aktiviert ist und sich auch systemseitig nicht abschalten lässt. Und ob man nun ständig die Rückseiten wechseln mag, wenn man mal eben ein anderes Profil braucht, möchte ich dann doch bezweifeln.
Fazit.
Ich persönlich bin vom Jolla positiv überrascht, hatte es mir mühevoller vorgestellt. Dazu noch das gute Gefühl, etwas für ein europäisches Entwicklerstudio getan zu haben. Es ist aber definitiv ein Telefon für Bastler, für Leute die gerne experimentieren und auch wissen was sie tun und wollen. Einfach-Einschalten-und-alles-läuft ist hier nicht. Dennoch ein erfrischendes Konzept. Wer noch Fragen, Meinungen hat, bitte melden :-)
Nachtrag
Hier mal noch ein paar Beispiele zur Bedienung.
Stichwort WhatsApp:
Ein Bild oder einen Song direkt aus der Galerie oder Mediendaten-App freizugeben ist nicht möglich. Ich muss die WA-App öffnen, den Menüpunkt "Datei versenden" auswählen und dann im hauseigenen und extrem unübersichtlichen Dateimanger die Datei suchen die ich versenden will. Geht alles, aber wenn man von anderen Systemen kommt sehr umständlich.
Stichwort Screenshots:
Standardmässig hat das OS keine Möglichkeit Screenshots zu machen. Ich musste eine App aus dem Harbour dafür installieren, funktioniert auch, aber nur in der Hinsicht, dass die App ein Symbol auf dem Screen einblendet, dass wenn ich es betätige den Screenshot aufnimmt. Soweit ganz simpel, Symbol kann man dann auch verschieben, aber ich konnte es nicht beenden. Ich hatte also das "Screenshot-Symbol" unten platziert und dann eine App geöffnet, die genau an der Stelle auf dem Screen einen Button hatte, den ich bedienen musste. Durch Tippen auf den Screen an der Stelle wurde aber ein Screenshot gemacht und nicht die App bedient. Ich musste erst das Symbol "nehmen", nach oben auf dem Screen verschieben, damit ich den Knopf bedienen konnte. Das Symbol verschwand erst nach einen Neustart.
Stichwort Mp3:
Ich habe das Jolla per USB an meinen Laptop angeschlossen und die Musik überspielt. Hat alles reibungslos funktioniert, allerdings wurden einige meiner Lieder von der hauseigenen Medien-App nicht richtig erkannt. So hatten z.B. lt. Anzeige einige Lieder eine Laufzeit von mehreren Stunden und ließen sich nicht abspielen. Die App "Quasar" aus dem Harbour runtergeladen erkennt alle Lieder problemlos und auch in der richtigen Länge und spielt diese auch ab - sehr merkwürdig.
Stichwort Löschen:
Will ich z.B. eine Email löschen, drücke ich einfach 1 Sek auf die Mail, ein Menü erscheint (Antworten, Wetierleiten, Löschen). Drücke ich dann "Löschen", läuft ein Balken runter, der mir sagt, dass die Mail in 5 Sekunden gelöscht wird. Für den Fall, dass ich mich geirrt habe, kann ich den Löschprozess jetzt 5 Sekunden lang durch einfaches Drücken unterbrechen. Tue ich das nicht, wird die Mail dann nach Ablauf der 5 Sekunden gelöscht. Aber immerhin erspare ich mir so den Rückversicherer. Erst "Löschen" drücken, dann Rückfrage von Gerät "Wollen Sie wirklich löschen?", und nochmal "Löschen" betätigen wird hier durch diese Prozess umgangen. Ein sehr gutes Konzept wie ich finde, das BlackBerry ja inzwischen auch schon verfolgt, indem man Mails im Hub auch leichter löschen kann als früher.
Wen es nicht interessiert, der möge es nicht lesen, bzw. falls es hier vollkommen falsch ist, bitte ich das einfach zu löschen.
Mit dem Jolla hatte ich schon lange ein wenig geliebäugelt, einfach weil mir die Idee gefällt und man sich ja auch Neuem mal öffnen sollte. Wobei das Konzept wohl so neu nicht ist – mit einem vollständig mit Touchgesten gesteuerten Phone hatte Nokia angeblich schon 2005 experimentiert (also lange vor jedem iPhone) allerdings hat man das Konzept nicht konsequent genug verfolgt, sondern sich stattdessen Symbian und – später dann – Windows Phone zugewandt. Jedenfalls trug die ganze Bewegung nicht wirklich Früchte und gipfelte im zuvor ersten und einzigen Phone mit diesem Konzept - dem Nokia N9 - mit dem MeeGo-OS, einem Gerät, das ich aber nur einmal kurz gesehen habe, daher dazu nicht wirklich eine Aussage machen kann. Zumindest wurde das OS von Nokia kurz darauf eingestampft; man wollte eine andere Entwicklung forcieren – mit dem uns bekannten Ausgang. Es gibt wüste Auseinandersetzungen über das, was gewesen wäre, wenn Nokia den Focus in der Entwicklung anders gesetzt hätte, doch alles sind Spekulationen und nicht beweisbar. Tatsache ist aber, dass auch einige damals mit dem Projekt betraute Mitarbeiter von Nokia mit der Entscheidung, das System nicht mehr weiterzuentwickeln nicht einverstanden waren und das Unternehmen verließen. Sie gründetet in der Folge Jolla - wie Nokia auch ein finnisches Unternehmen. Das Gerät gibt es soweit ich weiß auch nicht im freien Handel zu kaufen, sondern nur über den Jolla-Onlineshop (https://jolla.com/)
Der ganze NSA-Abhörskandal hat doch mWn nur ergeben, dass man sich dem – trotz aller Vorsicht – nicht entziehen kann, weil alle Daten über Nordamerika laufen, egal ob jetzt Google, Microsoft, Apple, BlackBerry, usw. Hier aber ist ein unabhängiges Start Up, mit eigenen Ideen und losgelöst von allen mit europäischem Datenschutzrecht und ohne Patriot-Act, das ich gerne auch persönlich fördern wollte. Jetzt sind die Preise von ursprünglich über 400€ auf ca. 200€ gefallen, so dass ich diese Idee in die Tat umsetzten wollte.
Gut, jetzt aber zum eigentlichen Teil, aber aufgeteilt in das Jolla-Phone an sich und an das darauf laufende Sailfish-OS.
Das Jolla:
Also, zuerst zum Phone an sich. Zunächst mal, wer befürchtet dass es billig aussieht oder verarbeitet ist (weil Jolla ja auch nicht viel Geld hat), den kann ich gleich beruhigen – das ist es nicht. Jolla lässt zwar auch in Asien produzieren, aber es hat einen Metallrahmen, der untere Teil ist aus Kunststoff, die Rückseite („The Other Half“) aus Polycarbonat. Jolla hat das Gerät bei einem finnischen Designstudio entwerfen lassen, das auch für Nokia schon aktiv war – und das merkt man auch. Vom Design erinnert es ziemlich an die Nokia-Geräte und ist skandinavisch schlicht und kantig gehalten. Die Vorderseite und der Rahmen sind komplett schwarz, es ist auch außer einem kleinen „Jolla“-Schriftzug oben am Rahmen und einem hinten auf der Rückseite (in der jeweiligen Farbe) kein Hinweis auf den Hersteller zu finden. Ein Understatement, dass mir durchaus gefällt. Das Gerät ist ziemlich „griffig“, liegt gut in der Hand und hat einen angenehmen Schwerpunkt. Es lässt sich gut mit einer Hand bedienen, auch wenn manch einer schon Probleme haben könnte alle Punkte auf dem Display mit dem Daumen zu erreichen. Dennoch wird man damit keine Blicke nach der Art "was-ist-denn-das?" ernten, wie z.B. mit dem Passport.
Oben ist der USB-Ladeanschluss, ein 2tes Mikrofon und der Kopfhöreranschluss, rechts sind 2 Buttons (Hauptschalter und Lautstärkewippe) - immerhin aus Metall - unten sind der Lautsprecher und das Mikrofon (obwohl es aussieht als wären es 2 Lautsprecher, ist es nur einer), links ist nichts im Gehäuse, hinten ist nur die Kameralinse und der Kamerablitz, vorne der Touchscreen, Hörmuschel, Frontkamera und jede Menge Sensoren – soweit also nichts Ungewöhnliches.
An dem Design und der Verarbeitung habe ich eigl. nichts auszusetzen. Lediglich die beiden Schalter an der Seite haben bei mir etwas Spiel und man hört sie „klacken“, wenn man das Gerät schüttelt. Den USB-Anschluss oben am Gerät anzubringen finde ich – gelinde gesagt – unglücklich. Vor allem, wenn man im Auto den Zugang zur Steckdose legen muss.
Die Hardware des Gerätes kann man auch nur bestenfalls als durchschnittlich bezeichnen. Nicht super modern, aber auch keinesfalls total veraltet. Zweikernprozessor, 1,4 GHz, 1GB RAM, 16 GB Flashspeicher + SD-Erweiterung, 4,5“-Display, Auflösung 960 x 540 Pixel, 8 MP-Kamera hinten, 2 MP vorne, mit FHD-Videoaufnahme hinten, HD vorne. WLAN ist „nur“ in b/g/n-Bändern verfügbar, auch nicht in den neuen 5-GHz-Frequenzen, dafür aber BT 4.0 und LTE in 3 Frequenzen. Unten ist auf der Vorderseite eine kleine Benachrichtigung-LED, die in verschiedenen Farben blinken kann. Ein UKW-Radio ist nicht vorhanden. Der austauschbare Akku hat 2.100 mAh und hat wirklich exzellente Laufzeiten (aktuell sogar länger als bei meinem Passport). Das Display ist nicht wirklich gut, man ist unterhalb der Grenze von 300 ppi, man sieht des öfteren Treppchen oder Pixel und z.B. pdf's und kleine Schriften lassen sich nicht ohne einzoomen lesen. Die Empfangs- u. Sprachqualität war aber soweit ich es testen konnte immer gut bis sehr gut. NFC ist vorhanden, wenn auch nur eingeschränkt in Zusammenhang mit „The Other Half“ - dazu später mehr.
Aber hier kommt es ja immer auf das Zusammenspiel zwischen Hard- und Software an, bzw. wie alles aufeinander abgestimmt ist und um Sailfish 1.2 anzutreiben reicht es locker, trotz vergleichbar altmodischer Hardware (okay, fast dieselbe wie beim iPhone 6, aber trotzdem ;-)).
Sailfisch OS (https://sailfishos.org)
Zum OS selbst ist nur zu sagen, dass es ziemlich neu ist, erfrischend und auch in vielen Dingen so ist wie BB10. Es gibt 3 Bildschirme: Sperrbildschirm, Taskmanager und App-Drawer, wo die ganzen Apps angeordnet sind. Die 3 Bildschirme lassen sich von oben nach unten durch scrollen. Durch einen Wisch von oben nach unten wird entweder die aktuell laufende App geschlossen oder der Bildschirm gesperrt. Doppeltippen auf den Screen weckt diesen auf, die beiden Knöpfe in der rechten Flanke brauche ich eigl. gar nicht.
Vom Sperrbildschirm aus erreiche ich durch einen kurzen Wisch 3 frei definierbare Apps, auf die ich so schnell zugreifen kann (sozusagen ein Schnellstartmenü).
Ein Wisch von links oder rechts in die Mitte minimiert die aktuell laufende App und postiert sie im Taskmanager, wo – wie bei BB10 – die laufenden Apps „geparkt“ werden können, bis man sie dann schließt oder wieder öffnet. Dort können max. 9 Apps gleichzeitig geöffnet laufen, bis das System eine schließt um wieder freie Kapazitäten zu schaffen. Auf den minimierten Apps werden akt. Infos angezeigt, ziemlich genauso wie auf den minimierten Apps bei BB, also im Kalender der nächste Termin, bei Nachrichten die letzte Nachricht, bei Notizen die akt. Notiz, etc.
Die Apps lassen sich auch in der Anordnung verändern, bzw. in Ordnern gruppieren.
Ein Wisch von unten nach oben öffnet (von überall und von jeder Anwendung heraus) ein Nachrichten-Center (ziemlich analog zum BB-Hub, nur nicht so gut und umfangreich). Dort werden Emails angezeigt, sowie Facebook- und Twitternachrichten, Infos zu Updates und SMSen. Was dort nicht verlinkt ist, ist z.B. der Kalender (eine Funktion, auf die ich seit BB eigl. nicht mehr verzichten will) und mit WA funktioniert es meiner Beobachtung nach auch nicht immer (ich muss dann immer die WA-App öffnen, um zu gucken ob mir jemand geschrieben hat - nervig). Wie auch immer, es ist zwar nicht der BB-Hub, aber es ist ein guter Ansatz in diese Richtung. Immerhin ist hier auch die Wetter-App verlinkt; bei einem Blick in den "Hub" bekomme ich akt. Wetterinfos... nunja.
In den Apps sind oben manchmal links u. rechts weiße Punkte, dort lässt sich durch verschiedene „Seiten“ der App scrollen, aber auch nicht immer. Das Konzept ist nicht überall strikt durchgesetzt.
Das Einstellungsmenü ist ziemlich spartanisch, lässt sich aber mit Shortcuts erweitern. Auch die Telfon-App ist spartanisch aber funktionell. Bei der Karten-Anwendung hat man sich auch bei Nokia bedient und nutzt Here-Maps. Satellitenfix erfolgt recht schnell und ziemlich genau, auch kann man sich interessante Punkte in der Umgebung anzeigen lassen, Fußgängernavigation und Infos für die Öffentlichen sind standardmäßig enthalten. Überhaupt ein weiterer Kritikpunkt: es wird schnell unübersichtlich. Alle Bilder, ganz egal ob aus der Kamera, oder per Download landen in der Galerie, genau wie die Videos. Alle Dateien aus fremden Quellen (ganz egal ob per Webdownload, per Mail, WA oder Bluetooth reingekommen landen bei Dokumente). Mit vielen Daten, werden die Galerie und der Medienplayer schnell unübersichtlich. Die Kamera ist bei mir ein Anlass zu Kritik. Die Einstellungen sind mager, die Bilder sind grundsätzlich scharf, aber zu dunkel, der Autofocus lässt sich nicht auf eine andere Position setzen (oder ich habe die Einstellung dazu noch nicht gefunden).
Auch bekomme ich Kalender-Benachrichtigungen nur, wenn grad die Kalender-App minimiert im Hintergrund läuft. Allerdings umfasst die Email-App alle Konten gleichzeitig und führt auch mehrere Konten in einer Zentrale zusammen.
Das System ist aber insgesamt noch ziemlich neu und das merkt man auch. Der App-Store (hier Jolla-Harbour genannt) ist sehr limitiert und chaotisch. Es fehlt an vielem, vieles funktioniert „noch“ nicht. Dem Appmangel ist man auch hier dadurch entgegen getreten, dass sich auch hier Android-Apps installieren lassen, die in einer virtuellen Maschine laufen. Man kann von Anfang an auf den russischen Yandex-Store und Apptoid zugreifen, aber auch der Amazon-Store lässt sich installieren. Bei Android-Apps ist es auch ziemlich ähnlich wie bei BB, nur dass die hier aufgrund der limitierten Hardware mitunter noch zäher laufen. Viele Apps laufen gar nicht, oder crashen einfach so. Die, die die Google-Play-Dienste brauchen, lassen sich gar nicht installieren. Ich konnte zwar auch die Play Dienste installieren, die Apps starten aber trotzdem nicht. Im Internet gibt es zwar genug Anleitungen, wie man das doch hin bekommt, aber an solch tiefe Eingriffe am OS traue ich mich nicht. Auch durchdringt Android nat. das „normale“ Bedienkonzept des OS, also die normalen Wisch-Gesten funktionieren da gar nicht oder nur eingeschränkt.
Man muss beim Einrichten ein Jolla-Konto einrichten, aber nur zwecks Zugang zum Harbour. Man möchte keine Kontodaten, oder weiteren Informationen haben. Überhaupt waren beim ersten Einschalten nur sehr sehr wenige Apps installiert (nur 5 oder 6), Jolla hat aber die Installation weiterer Apps im Zuge der Ersteinrichtung gleich empfohlen. Wenn auch das Bedienkonzept noch nicht immer und überall strikt durchgesetzt wird, hat man es schnell verinnerlicht und kommt damit gut zurecht. Synchronisation mit Google hat aber ohne Probleme funktioniert. Ich habe meine Kontakte und den Kalender; auch die Emailkonten konnte ich alle einrichten und sie funktionieren bis heute ohne Probleme. Die virtuelle Tastatur ist sehr gut, die Buchstaben sind gut zu treffen. Ich habe das Gerät erst wenige Wochen aber mir wurde gesagt, dass sehr viel schon mit Updates gemacht wurde. Am System wird also weiterhin fleissig gearbeitet, seit ich das Gerät habe gab es z.B. schon 2 Updates. Lediglich der Lagesensor reagiert zuweilen etwas übersensibel und schaltet schon bei kleinsten Bewegungen ins Querformat um.
Mir war es aber z.B. auch nicht möglich, mehrere Emails gleichzeitig als gelesen zu markieren. Oder Fotos vom internen Speicher auf die SD-Karte zu verschieben. Ich kann im integrierten Dateimanager das Foto suchen und auch auf die Karte kopieren/verschieben; ich kann auch mehrere/alle Bilder/Mails gleichzeitig markieren, aber ich finde keine „alle verschieben“ oder "alle als gelesen markieren" Einstellung. Vllt. bin ich dazu tatsächlich zu blöd, aber so wie es ist, müsste ich jedes Bild einzeln auf die Speicherkarte verschieben, oder jede Mail einzeln markieren -.-. Also ein paar Unzulänglichkeiten sind systemseitig da durchaus vorhanden.
The Other Half:
Interessant am Gerät auch das Konzept der „Other Half“, der Rückseite des Gerätes. Wechselbare Cover in verschiedenen Farben sind zwar auch nichts Neues, aber hier erweitern diese die Funktionen des Gerätes. So wird z.B. beim Anlegen einer neuen Rückseite (was sich wirklich schnell und unkompliziert machen lässt) nicht nur das Thema und die gesamte Farbgebung des Gerätes (Jolla nennt das Ambiente), sondern auch noch z.B. der Klingelton. Jede Rückseite lässt sich wie ein Tonprofil programmieren und mit verschiedenen Hintergrundbildern, Farbmotiven und Klingeltönen festlegen. So ist z.B. denkbar, dass ich eine Rückseite für „Dienst“ und eine für „Privat“ habe, die dann auch dienstliche Emails und Anrufe gar nicht mehr durchlässt. Die „Other Half“ steht per NFC und durch spezielle Kontakte mit dem Rest des Gerätes in Kontakt, daher lässt sie sich mit Funktionen belegen. Jolla hat ein Entwicklertool online mit dem man selbst Funktionen programmieren kann und – wenn man einen 3D-Drucker hat – dann auch selbst Rückseiten ausdrucken lassen. Jolla sagt, dass die Funktionen, die dadurch eröffnet werden „nur durch die Fantasie“ Grenzen gesetzt sind. Nun, das glaube ich so nicht, meine Fantasie lässt eine ganze Menge zu, aber in der Community ist einiges geschehen, es gibt angeblich sogar Bluetooth-Tastaturen, die sich per „Other Half“ anbinden lassen. Nachteil davon ist, dass NFC ständig aktiviert ist und sich auch systemseitig nicht abschalten lässt. Und ob man nun ständig die Rückseiten wechseln mag, wenn man mal eben ein anderes Profil braucht, möchte ich dann doch bezweifeln.
Fazit.
Ich persönlich bin vom Jolla positiv überrascht, hatte es mir mühevoller vorgestellt. Dazu noch das gute Gefühl, etwas für ein europäisches Entwicklerstudio getan zu haben. Es ist aber definitiv ein Telefon für Bastler, für Leute die gerne experimentieren und auch wissen was sie tun und wollen. Einfach-Einschalten-und-alles-läuft ist hier nicht. Dennoch ein erfrischendes Konzept. Wer noch Fragen, Meinungen hat, bitte melden :-)
Nachtrag
Hier mal noch ein paar Beispiele zur Bedienung.
Stichwort WhatsApp:
Ein Bild oder einen Song direkt aus der Galerie oder Mediendaten-App freizugeben ist nicht möglich. Ich muss die WA-App öffnen, den Menüpunkt "Datei versenden" auswählen und dann im hauseigenen und extrem unübersichtlichen Dateimanger die Datei suchen die ich versenden will. Geht alles, aber wenn man von anderen Systemen kommt sehr umständlich.
Stichwort Screenshots:
Standardmässig hat das OS keine Möglichkeit Screenshots zu machen. Ich musste eine App aus dem Harbour dafür installieren, funktioniert auch, aber nur in der Hinsicht, dass die App ein Symbol auf dem Screen einblendet, dass wenn ich es betätige den Screenshot aufnimmt. Soweit ganz simpel, Symbol kann man dann auch verschieben, aber ich konnte es nicht beenden. Ich hatte also das "Screenshot-Symbol" unten platziert und dann eine App geöffnet, die genau an der Stelle auf dem Screen einen Button hatte, den ich bedienen musste. Durch Tippen auf den Screen an der Stelle wurde aber ein Screenshot gemacht und nicht die App bedient. Ich musste erst das Symbol "nehmen", nach oben auf dem Screen verschieben, damit ich den Knopf bedienen konnte. Das Symbol verschwand erst nach einen Neustart.
Stichwort Mp3:
Ich habe das Jolla per USB an meinen Laptop angeschlossen und die Musik überspielt. Hat alles reibungslos funktioniert, allerdings wurden einige meiner Lieder von der hauseigenen Medien-App nicht richtig erkannt. So hatten z.B. lt. Anzeige einige Lieder eine Laufzeit von mehreren Stunden und ließen sich nicht abspielen. Die App "Quasar" aus dem Harbour runtergeladen erkennt alle Lieder problemlos und auch in der richtigen Länge und spielt diese auch ab - sehr merkwürdig.
Stichwort Löschen:
Will ich z.B. eine Email löschen, drücke ich einfach 1 Sek auf die Mail, ein Menü erscheint (Antworten, Wetierleiten, Löschen). Drücke ich dann "Löschen", läuft ein Balken runter, der mir sagt, dass die Mail in 5 Sekunden gelöscht wird. Für den Fall, dass ich mich geirrt habe, kann ich den Löschprozess jetzt 5 Sekunden lang durch einfaches Drücken unterbrechen. Tue ich das nicht, wird die Mail dann nach Ablauf der 5 Sekunden gelöscht. Aber immerhin erspare ich mir so den Rückversicherer. Erst "Löschen" drücken, dann Rückfrage von Gerät "Wollen Sie wirklich löschen?", und nochmal "Löschen" betätigen wird hier durch diese Prozess umgangen. Ein sehr gutes Konzept wie ich finde, das BlackBerry ja inzwischen auch schon verfolgt, indem man Mails im Hub auch leichter löschen kann als früher.
Mein Jolla-Phone. Ein Erfahrungsbericht.
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